Für Angehörige

Ein Mensch ist gestorben. Hier findest du Orientierung.

Vielleicht liest du das in der Nacht, weil gerade etwas Schweres passiert ist. Du musst hier nichts kaufen und nichts entscheiden. Diese Seite zeigt dir, wo du anfangen kannst — vor allem bei den digitalen Dingen, die schnell überfordernd wirken.

Die drei Wände, an die fast jeder stößt

Diese Probleme hören wir immer wieder — sie sind normal, und es gibt Wege hindurch.

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Das gesperrte Handy

Niemand kennt den Code. Genau dort liegen aber oft die Kontakte, die Bank-App und der Zugang zur E-Mail. Es gibt Wege über die Hersteller — sie brauchen nur etwas Geduld.

02

Die Konten, die niemand findet

Welche Online-Banken, Versicherungen oder Abos gab es überhaupt? Ohne eine Übersicht wird daraus oft eine monatelange Suche in Papierstapeln und E-Mail-Postfächern.

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Die Abos, die einfach weiterlaufen

Streaming, Fitnessstudio, Zeitschriften — sie werden weiter abgebucht, weil niemand weiß, dass es sie gibt oder wie man sie kündigt, solange kein Erbschein vorliegt.

Was hinein gehört

Wobei wir konkret helfen

Fünf kostenlose Ratgeber für die häufigsten Fragen — kein Verkauf, nur Antworten.

  • Die ersten 72 Stunden

    Was wirklich eilig ist und was Zeit hat — Schritt für Schritt, ohne Druck.

  • Das Handy ist gesperrt

    Welche Wege es gibt, wenn niemand den Zugangscode kennt.

  • Konten und Verträge kündigen

    Die Reihenfolge, die Zeit und doppelte Wege spart.

  • Testament und Erbfolge

    Was gilt, wenn es ein Testament gibt — und was, wenn nicht.

  • Digitaler Nachlass: der Überblick

    Der große Ratgeber, wenn du tiefer einsteigen möchtest.

Dokumente und Reihenfolge

Drei Dokumente tauchen in fast jedem Nachlassfall wieder auf. Es hilft, sie früh zu verstehen, statt sie einzeln unter Druck zu suchen:

  • Sterbeurkunde — das Standesamt stellt sie nach der Meldung des Todes aus. Bestelle mehrere Ausfertigungen, denn Banken, Versicherungen und das Nachlassgericht verlangen jeweils eigene Exemplare.
  • Erbschein — ein gerichtliches Dokument, das die Erbfolge amtlich bestätigt. Nötig ist er meist nur, wenn kein notarielles Testament mit Eröffnungsprotokoll vorliegt. Die Beantragung beim Nachlassgericht kann Wochen dauern.
  • Vollmacht über den Tod hinaus — falls die verstorbene Person eine solche Vollmacht erteilt hatte, erlaubt sie weiterhin nötige Zahlungen, etwa für die Bestattung, ohne auf einen Erbschein warten zu müssen.

Ein sinnvoller Ablauf: zuerst die Sterbeurkunden besorgen, dann Bank und Versicherungen informieren, danach die Frage klären, ob ein Erbschein nötig ist. Digitale Konten und Verträge kommen erst danach — sie laufen selten weg.

Plattformen wie E-Mail-Anbieter oder soziale Netzwerke verlangen für einen Zugang durch Angehörige in aller Regel einen Nachweis des Todes, meist eine Sterbeurkunde. Rechtlich ist die Sache klar: Der Bundesgerichtshof hat 2018 entschieden (Az. III ZR 183/17), dass digitale Accounts wie jedes andere Vermögen an die Erben übergehen — Erben haben also grundsätzlich Anspruch auf Zugang, auch wenn die praktische Durchsetzung Zeit braucht.

Ich wusste nicht, dass es für so ziemlich jeden Schritt schon eine Anleitung gibt. Das hat mir in der ersten Woche am meisten geholfen — einfach zu wissen, was zuerst kommt.
Beispielhafte Stimme, keine echte KundenaussageBeispielstimme, keine echte Kundenaussage.

Fragen, die in den ersten Wochen aufkommen

Passend dazu

Willst du deiner eigenen Familie das ersparen?

Erbnis ist ein digitaler Tresor, mit dem du festhältst, welche Konten es gibt und wer im Ernstfall Zugriff bekommen soll — kein Ersatz für ein Testament (dafür braucht es nach § 2247 BGB weiterhin ein handschriftliches oder notarielles Testament), aber eine spürbare Erleichterung für die Menschen, die dich lieben.

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