Leitfaden

Checkliste für den digitalen Nachlass

Ein digitaler Nachlass umfasst weit mehr als ein E-Mail-Postfach. Diese Checkliste führt dich Schritt für Schritt durch alle Bereiche, die deine Angehörigen kennen müssen — von Passwörtern über Online-Banking bis hin zu deinen letzten Wünschen.

Passwörter & Geräte-Zugänge

  • Master-Passwort des Passwort-Managers (1Password, Bitwarden, Apple Schlüsselbund)
  • PIN und Entsperrcodes für Smartphone, Tablet, Laptop
  • Festplatten- und Backup-Verschlüsselung (FileVault, BitLocker)
  • Zwei-Faktor-Codes und Recovery-Keys (Authenticator-App, Hardware-Token)

Social Media & Kommunikation

  • Facebook (Nachlasskontakt einrichten) und Instagram (Gedenkzustand)
  • Google-Konto: Kontoinaktivität-Manager konfigurieren
  • Apple ID: Nachlasskontakt hinterlegen
  • WhatsApp, Signal, Telegram, E-Mail-Postfächer
  • LinkedIn, X/Twitter, TikTok, YouTube

Online-Banking & Finanzen

  • Girokonten, Tagesgeld, Sparkonten — IBAN und Bank
  • Depots, ETF- und Aktienkonten, Robo-Advisor
  • Krypto-Wallets, Seed Phrases (sicher und getrennt verwahrt)
  • PayPal, Wise, Revolut, N26
  • Kreditkarten und laufende Kredite

Abonnements & wiederkehrende Kosten

  • Streaming: Netflix, Spotify, Disney+, Apple Music
  • Cloud-Speicher: iCloud, Google One, Dropbox
  • Software-Abos und KI-Tools
  • Versicherungen, Mitgliedschaften, Vereine
  • Domains und Hosting

Daten in der Cloud

  • Fotos und Videos (iCloud, Google Fotos, Amazon Photos)
  • Dokumente (Google Drive, OneDrive, Dropbox)
  • Notizen (Notion, Evernote, Apple Notes)
  • E-Mail-Archiv

Wichtige Verträge & Behörden

  • Miet- oder Eigentumsvertrag, Nebenkosten, Hausverwaltung
  • Strom, Gas, Wasser, Internet, Mobilfunk
  • Arbeitsvertrag, Renten- und Pensionsunterlagen
  • Krankenversicherung, Steuerunterlagen, Notar

Testament & rechtliche Verfügungen

  • Eigenhändiges Testament (§ 2247 BGB) — vollständig handschriftlich, mit Ort, Datum, Unterschrift
  • Aufbewahrungsort des Originals (z. B. Amtsgericht)
  • Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung
  • Bestattungs- und Trauerwünsche

Vertrauenspersonen festlegen

  • Wer erhält welche Information? (Partner, Kinder, Anwalt, Steuerberater)
  • Wann wird etwas freigegeben? (sofort, nach Benachrichtigung, mit Wartezeit)
  • Wie werden sie benachrichtigt? (E-Mail, Brief, Notar)

Mit Erbnis an einem sicheren Ort

Erbnis bewahrt all diese Informationen verschlüsselt auf und gibt jeden Eintrag zur richtigen Zeit an die richtigen Menschen frei.