Wie Erbnis mit deinen Daten umgeht
Du vertraust uns Zugangsdaten, Dokumente und persönliche Wünsche an. Das verpflichtet. Diese Seite erklärt in einfachen Worten, wo deine Daten liegen, wer heute technisch darauf zugreifen könnte, und wie Empfänger:innen im Ernstfall etwas bekommen.
Von Erbnis RedaktionVeröffentlicht 1. September 2026Aktualisiert 1. September 20266 Min. Lesezeit
Das Wichtigste in Kürze
- Deine Daten liegen bei Supabase (Postgres) in der EU-Region, verschlüsselt gespeichert, mit TLS auf dem Übertragungsweg.
- Row-Level Security auf Datenbankebene stellt sicher, dass jede Zeile nur dem Konto gehört, das sie erstellt hat.
- Heute könnten wir technisch auf deine Daten zugreifen — wir tun es nicht, außer du bittest uns im Support-Fall darum.
- Angehörige bekommen kein Konto. Sie erhalten einen signierten, befristeten Link mit genau einem Verwendungszweck.
- Gelöschte Konten werden nach 30 Tagen unwiderruflich entfernt.
Wo deine Daten liegen
Erbnis speichert Daten in einer Postgres-Datenbank, betrieben von Supabase in einer EU-Region. Das heißt: Deine Daten verlassen während der Speicherung nicht die EU. Auf dem Weg zwischen deinem Gerät und unseren Servern ist die Verbindung per TLS verschlüsselt — dasselbe Verfahren, das auch beim Online-Banking zum Einsatz kommt. Auf der Festplatte liegen die Daten verschlüsselt (Encryption at Rest), wie es bei seriösen Cloud-Datenbanken Standard ist.
Row-Level Security, einfach erklärt
Auf Datenbankebene ist festgelegt, dass jede Zeile nur dem Konto gehört, das sie erstellt hat. Das ist keine Regel, die nur in unserem Anwendungscode steht und die man vergessen könnte — sie ist direkt in der Datenbank verankert. Selbst ein fehlerhafter Programmteil könnte dadurch nicht versehentlich Daten eines anderen Kontos ausliefern.
Was wir heute sehen können — und was nicht
Ehrlich gesagt: In der aktuellen Version von Erbnis sind deine Inhalte serverseitig verschlüsselt, aber nicht clientseitig — das bedeutet, unser Team könnte technisch auf Datenbankebene darauf zugreifen, etwa um einen Support-Fall zu bearbeiten. Wir tun das nicht routinemäßig und nie ohne deine ausdrückliche Anfrage. Das ist aber ein Unterschied zu „wir können es technisch gar nicht“ — und diesen Unterschied wollen wir nicht verschweigen.
Wie Angehörige Zugriff bekommen
Empfänger:innen — also die Personen, die im Ernstfall Zugriff bekommen sollen — legen kein Erbnis-Konto an und müssen sich nirgendwo registrieren. Sie erreichen freigegebene Inhalte ausschließlich über einen signierten Link: befristet, auf genau einen Verwendungszweck beschränkt (single-scope) und nicht wiederverwendbar für andere Inhalte. Ein solcher Link gibt niemals automatisch Zugriff auf dein gesamtes Konto.
Backups, Aufbewahrung, Kontolöschung
Wir sichern Daten regelmäßig, um sie vor technischem Datenverlust zu schützen. Wenn du dein Konto löschst, wird es zunächst für 30 Tage in einen Wartezustand versetzt — falls es sich um einen Irrtum oder eine Kontosperrung handelte. Nach Ablauf dieser Frist werden deine Daten unwiderruflich gelöscht, auch aus Backups im Rahmen der üblichen Backup-Rotation.
Wer sonst noch Daten verarbeitet
Für den Betrieb von Erbnis setzen wir einige spezialisierte Dienstleister ein. Details und Rechtsgrundlagen findest du in der Datenschutzerklärung. Hier die Kurzfassung:
| Dienstleister | Zweck | Standort |
|---|---|---|
| Supabase (Datenbank & Hosting) | Speicherung von Konto- und Nachlassdaten | EU-Region |
| Resend | Transaktionale E-Mails (z. B. Bestätigungen, Erinnerungen) | EU/USA, je nach Versandregion |
| Stripe | Zahlungsabwicklung für Abonnements | EU/USA, PCI-zertifiziert |
| Lovable | Hosting der Website und Anwendung | EU |
Sicherheitslücke gefunden?
Wenn du eine Schwachstelle entdeckst, schreib uns bitte direkt an security@erbnis.com, statt sie öffentlich zu machen. Wir bestätigen deine Meldung innerhalb von 72 Stunden und melden uns mit einer Einschätzung zurück. Wer uns Schwachstellen in gutem Glauben und ohne Schaden anzurichten meldet, muss von uns keine rechtlichen Schritte befürchten.
Was, wenn es Erbnis eines Tages nicht mehr gibt?
Sollten wir den Dienst jemals einstellen, informieren wir dich mit mindestens 90 Tagen Vorlauf per E-Mail und geben dir die Möglichkeit, alle deine Inhalte in einem offenen, maschinenlesbaren Format zu exportieren — nicht in einem Format, das dich an uns bindet. Deine Daten gehören dir, nicht uns.