Das Geschäftskonto ist eingefroren
Die Bank erfährt vom Todesfall und sperrt den Zugang, bis ein Erbschein oder eine Vollmacht vorliegt. Löhne, Mieten und Lieferantenrechnungen laufen trotzdem weiter — nur das Geld dazu ist erst mal weg.
Du bist einzelvertretungsberechtigt — vermutlich der Einzige, der an Geschäftskonto, Lieferantenportale, Hosting und Steuerberater herankommt. Fällt das weg, steht nicht nur deine Familie vor verschlossenen Türen, sondern auch dein Unternehmen. Erbnis dokumentiert die Zugänge, die dein Geschäft am Laufen halten, sauber getrennt von privaten Konten.
Keine davon ist exotisch — sie treffen jedes Unternehmen, das an einer Person hängt.
Die Bank erfährt vom Todesfall und sperrt den Zugang, bis ein Erbschein oder eine Vollmacht vorliegt. Löhne, Mieten und Lieferantenrechnungen laufen trotzdem weiter — nur das Geld dazu ist erst mal weg.
CRM, Buchhaltungssoftware, Onlineshop-Backend, Domain-Verwaltung: alles liegt hinter Logins, die nur du kennst. Ohne sie lässt sich weder abwickeln noch weiterführen — nicht mal eine Rechnung stellen.
Fristen für Umsatzsteuervoranmeldung oder Lohnabrechnung laufen weiter, unabhängig davon, ob jemand handlungsfähig ist. Wer den Kontakt und die Zugänge kennt, kann wenigstens für Kontinuität sorgen.
Getrennt von deinem privaten Nachlass, damit im Ernstfall schnell klar ist, was zum Betrieb gehört.
Geschäftskonto & Zahlungsdienste
Bank, Kreditkarten fürs Geschäft, Zahlungsanbieter wie Stripe oder PayPal Business — inklusive Ansprechpartner bei der Bank.
Lieferanten- & Kundenlogins
Portale von Lieferanten, Großhändlern und wichtigen B2B-Kunden, ohne die Bestellungen und Lieferungen stillstehen.
Domain, Hosting & Software
Registrar-Zugang, Hosting-Provider, Shopsystem, E-Mail-Server — damit die Website nicht einfach abläuft, während niemand hinschaut.
Steuerberater & Buchhaltung
Kontaktdaten, Mandantennummer und Zugänge zu DATEV oder Buchhaltungssoftware, damit Fristen nicht reißen.
Lohn & Personal
Zugänge zur Lohnbuchhaltung und Ansprechpartner, damit Gehälter auch dann pünktlich rausgehen, wenn du ausfällst.
Ein Ordner mit Zugangsdaten hilft nur, wenn jemand rechtlich befugt ist, sie zu nutzen. Drei Instrumente gehören für Selbstständige und Unternehmer in den Blick, am besten mit rechtlichem Rat:
Vorsorgevollmacht
Bestimmt, wer für dich handeln darf, wenn du krankheits- oder unfallbedingt ausfällst — idealerweise mit ausdrücklicher Reichweite auf das Geschäftskonto.
Nachfolgeregelung im Gesellschaftsvertrag
Legt fest, was mit Anteilen im Todesfall passiert — automatischer Übergang, Vorkaufsrecht der Mitgesellschafter oder Auflösung. Ohne Klausel entscheidet die gesetzliche Erbfolge.
Prokura
Eine im Handelsregister eingetragene Vertretungsmacht, die eine Vertrauensperson schon heute handlungsfähig macht — unabhängig davon, ob du überhaupt ausgefallen bist.
Diese drei Instrumente gehören in die Hände eines Notars oder Anwalts, nicht in eine App. Was Erbnis beisteuert: eine saubere, aktuelle Übersicht, welche Konten, Logins und Ansprechpartner überhaupt existieren — damit Vollmacht und Nachfolgeregelung im Ernstfall wissen, worauf sie sich beziehen. Mehr zum Unterschied zwischen Vorsorgevollmacht und Betreuung im Ratgeber.
„Ich hatte eine Vorsorgevollmacht für privat, aber niemand hätte gewusst, wo unser Shop-Hosting läuft oder wer unser Steuerberater ist. Das haben wir jetzt getrennt dokumentiert.“
Jährlich
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€0 / für immer
Tresor, Interview, eine Vertrauensperson. Alles, um zu beginnen.
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Empfohlen€49 / pro Jahr
Unbegrenzte Einträge, mehrere Vertrauenspersonen, zeitverzögerte Freigabe.
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