Passwortliste für den Notfall: Zugänge sicher hinterlegen
„Ein Zettel mit allen Passwörtern ist zu umständlich, man ändert sie ja ständig“ — das schreiben viele. Stimmt. Die Lösung ist keine bessere Passwortliste, sondern eine Liste, die gar keine Passwörter enthält.
Von Erbnis RedaktionVeröffentlicht 16. Oktober 2026Aktualisiert 16. Oktober 20266 Min. Lesezeit
Das Wichtigste in Kürze
- Schreib nicht die Passwörter auf, sondern wo sie liegen — dann veraltet die Liste kaum.
- Der wichtigste Zugang ist die Haupt-E-Mail: Über sie lässt sich fast alles zurücksetzen.
- Passwort-Manager wie 1Password oder Bitwarden bieten einen Notfallzugang für Vertrauenspersonen.
- Apple-Nachlasskontakt und Google Kontoinaktivität-Manager kosten je zwei Minuten.
- Passwörter gehören nicht ins Testament.
Zugangsliste für den Notfall (PDF, 3 Seiten)
Kostenlos, ohne Anmeldung. Spalten: Dienst, Benutzername, wo das Passwort liegt, 2FA-Gerät, Wunsch.
Das Prinzip: Orte statt Passwörter
Eine klassische Passwortliste hat zwei Probleme: Sie ist unsicher, weil jeder sie lesen kann, der sie findet — und sie ist nach der nächsten Passwortänderung veraltet. Eine Zugangsliste dagegen sagt nur: „Das Netflix-Passwort liegt in Bitwarden“ oder „Das Master-Passwort liegt versiegelt im Tresor“. Das ändert sich fast nie.
In vier Schritten zur sicheren Notfall-Lösung
- Passwort-Manager nutzen und dort den Notfallzugang für eine Vertrauensperson einrichten (z. B. Bitwarden „Notfallzugriff“, 1Password Emergency Kit).
- Master-Passwort und Wiederherstellungscodes der Haupt-E-Mail auf Papier, versiegelt und getrennt verwahren.
- Apple-Nachlasskontakt und Google Kontoinaktivität-Manager einrichten.
- Die Zugangsliste ausfüllen: welche Konten es gibt und was mit ihnen passieren soll.