Vorsorgeordner: kostenlose Vorlage und was hineingehört
Ein Vorsorgeordner — oft auch Notfallordner genannt — spart deinen Angehörigen im Ernstfall Tage voller Suchen. Hier bekommst du eine kostenlose PDF-Vorlage und erfährst, was wirklich hineingehört.
Von Erbnis RedaktionVeröffentlicht 16. Oktober 2026Aktualisiert 16. Oktober 20266 Min. Lesezeit
Das Wichtigste in Kürze
- Die Vorlage hat 7 Seiten: Deckblatt, Persönliches, Kontakte, Vorsorgedokumente, Finanzen, digitaler Nachlass, Wohnen & Wünsche.
- Originale wie Testament oder Vollmacht gehören nicht in den Ordner — nur ihr Aufbewahrungsort.
- Passwörter nie auf Papier eintragen, nur wo sie liegen.
- Eine Vertrauensperson muss wissen, wo der Ordner steht.
- Einmal im Jahr prüfen — sonst ist der Ordner im Ernstfall veraltet.
Vorsorgeordner-Vorlage (PDF, 7 Seiten)
Kostenlos, ohne Anmeldung. Zum Ausdrucken und handschriftlichen Ausfüllen.
Was gehört in einen Vorsorgeordner?
Ein guter Vorsorgeordner beantwortet für deine Angehörigen drei Fragen: Wen muss ich anrufen? Wo liegt was? Was hätte er oder sie gewollt? Die Vorlage ist genau danach aufgebaut:
| Bereich | Inhalt |
|---|---|
| Persönliche Daten | Ausweis, Steuer-ID, Krankenkasse, Hausarzt, Urkunden |
| Notfallkontakte | Vertrauenspersonen, Bevollmächtigte, Arbeitgeber, Kinder und Haustiere |
| Vorsorgedokumente | Wo Testament, Vorsorgevollmacht, Patienten- und Betreuungsverfügung liegen |
| Finanzen & Versicherungen | Konten, Depots, Krypto, Kredite, Versicherungen, Bankvollmachten |
| Digitaler Nachlass | Handy-Code (Ort!), Haupt-E-Mail, Passwort-Manager, Apple- und Google-Einstellungen |
| Wohnen & Wünsche | Miete, Verträge, Fahrzeug, Mitgliedschaften, Bestattungswünsche |
Vorsorgeordner anlegen in vier Schritten
- Vorlage herunterladen und ausdrucken, einen festen Ordner dafür nehmen.
- An einem Nachmittag die Felder ausfüllen — was nicht passt, streichen.
- Kopien wichtiger Dokumente dazulegen, Originale sicher verwahren.
- Einer Vertrauensperson sagen, wo der Ordner steht, und ein jährliches Prüfdatum setzen.
Papier oder digital?
Papier hat Vorteile: Es braucht keinen Anbieter und funktioniert ohne Strom. Digital punktet bei allem, was sich oft ändert — Konten, Abos, Zugänge — und dabei, wer was sehen darf. Viele kombinieren beides: den Papierordner für Dokumente und Kontakte, eine App für Konten und Wünsche, die bei Bedarf gezielt an einzelne Personen freigegeben werden.